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“Management und Moral” in Tutzing – ein Tagungsrückblick

von Anton Gost | 3. Juni 2019

Was braucht es inhaltlich und methodisch, strukturell und individuell, damit Unternehmen gut handeln? Unter dem Titel „Management der Moral“ befassten sich am 6. und 7. Mai 2019 rund 50 Teilnehmende und Mitwirkende mit diesen Fragen an der Evangelischen Akademie Tutzing. Mit unter ihnen war Alexander Brink, Professor für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der Universität Bayreuth.

In seinem Eingangsstatement verdeutlichte Nick Kratzer vom ISF München, welche Rolle Moraldiskurse in Unternehmen spielen können. So bearbeiten sie Skandale, in denen sich Unternehmen vorfinden, werden als Marketinginstrument verwendet, um sich öffentlich als moralsensibel darzustellen, oder dienen der internen Konfliktbearbeitung, gerade wenn es sich um ungeklärte Wertekonflikte handelt.

Professor Brink, beschrieb, wie die Digitalwirtschaft von Werten getrieben sei. So stehe etwa Facebook für den Wert „Connectedness“ und Amazon für den Wert „Speed“. Wer diese Werte am wirksamsten werden ließe, habe daher auch den größten Wettbewerbsvorteil. Wie aber werden Werte wirksam? Während die klassische ökonomische Theorie davon ausgeht, dass Verhalten sich nur ändert, dass man die Restriktionen anpasst, reflektierten neuere ökonomische Ansätze den Wandel von Präferenzen. Daher setzen Unternehmen zunehmend auf Integrity Management in Ergänzung zum Compliance Management, um Ethik in das Unternehmen einfließen zu lassen.

Zum vollständigen Bericht zur Veranstaltung gelangen sie hier.