Forschungsschwerpunkte


CSRegio

CSRegio bringt Unternehmen und Akteure der Zivilgesellschaft zusammen, um einen Nutzen für die Unternehmen und die Region zu schaffen. Ziel ist die systematische Umsetzung von geeigneten CSR-Maßnahmen in mittelständischen Unternehmen Nordbayerns. Hierbei unterstützt CSRegio die am Projekt teilnehmenden Akteure . CSRegio ist Teil des Förderprogramms „Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie des Europäischen Sozialfonds. Weitere Informationen unter www.csregio.de.

CRI Corporate Responsibility Index

Der CRI Corporate Responsibility Index 2013 der Bertelsmann Stiftung analysiert die Kerntreiber unternehmerischer Verantwortung.

Die Ergebnisse unterstützen Unternehmen bei der Strategiekonzeption und Umsetzung von Corporate Responsibility (CR). Auch fördern sie den Austausch zu Themen der unternehmerischen Verantwortung. Der CRI gibt Aufschluss darüber, welche Maßnahmen für ein erfolgreiches CR-Management im Unternehmen relevant sind und welche den größten Hebel darstellen.

Grundlage für den CRI ist die Studie ‘Unternehmerische Verantwortung in der Praxis 2010’, die von der Universität Bayreuth in Zusammenarbeit mit der concern GmbH durchgeführt wurde. Mehr als 150 Unternehmen haben im Jahr 2010 an der Studie teilgenommen.

Eine Datenerhebung in Form einer Online-Befragung soll von nun an alle zwei Jahre erfolgen. In den Jahren zwischen den Erhebungen werden für die teilnehmenden Unternehmen individuelles Feedback und ein peer-to-peer Erfahrungsaustausch angeboten.

Eingeladen zur Teilnahme sind alle interessierten Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 250 Millionen Euro sowie auf Familienunternehmen.

Durchgeführt wird der CRI von der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit der concern GmbH. Wissenschaftlich begleitet wird die Studie durch die Universität Bayreuth.

Corporate Governance von Non-Profit-Organisationen

Das Forschungsprojekt „Corporate Governance in Non-Profit-Organisationen” untersucht die Auswirkungen von Ökonomisierungsvorgängen mit dem Schwerpunkt auf Organisationen der gesundheitlichen Versorgung und ihrer Beschäftigten. Hierbei wird der Prozess der Ökonomisierung als äußerer Anlass für innere Restrukturierungsprozesse gewertet, die gerade auch die organisationsinterne Führung ihrem Verständnis sowie ihren Strukturen und Prozessen nach einer Rekonzeptualisierung unterzieht. Corporate Governance und Governance-Ethik sind hierfür zwei deutliche Indizien.

Das Forschungsinteresse gilt der Frage, inwieweit Rationalisierungs- und Ökonomisierungsprozesse von den Beschäftigten wahrgenommen, wie sie beurteilt und in die alltägliche Praxis integriert werden. Dabei werden Potenziale und Limitierungen in der Handlungsmotivation der Beschäftigten analysiert und die Veränderung des Berufsethos beobachtet. Hierzu soll die ethische Figur der Supererogation, die ein moralisch über das billigerweise forderbare Maß hinausgehendes, moralisch gutes Tun beschreibt – eine im Gesundheitsbereich traditionell stark verankerte Handlungsmotivation – eine heuristisch-analytische Funktion entfalten.

Die Führung und Aufsicht von Organisationen (kurz: Corporate Governance) könnte vor diesem Hintergrund eine hilfreiche Perspektive bieten, weil sie individuelle wie organisationale Aspekte zusammenführt. Theoretisch soll dazu eine Theorie der Governanceethik als spezifische Non-Profit- Ökonomik entwickelt werden, die mit den Themen Vertrag und Versprechen das Besondere von Non-Profit-Organisationen rekonstruiert.

Geplant sind Dokumentenanalysen und Experten-Interviews im Top-Management diakonischer Einrichtungen. Ferner wird ein eigenes quantitatives Instrument zur Messung von ethischen Grundhaltungen in Unternehmen entwickelt. Offene, leitfadenorientierte Interviews mit biografischem und narrativem Charakter, Leitfadeninterviews zur moralischen Dissonanz-Erfahrung und ihrer mikroanalytischen Bearbeitung durch Professionelle dienen schließlich der Befragung von Mitarbeitern.

Das Forschungsprojekt wird in Kooperation mit den Universitäten Witten/Herdecke, St. Gallen, Heidelberg und Duisburg-Essen ausgearbeitet.

Benchmarking-Studie „Unternehmerische Verantwortung in der Praxis“

Die Benchmarking-Studie „Unternehmerische Verantwortung in der Praxis“ liefert regelmäßig eine umfassende quantitative und qualitative Erhebung des Status Quo zum Thema Corporate Responsibility (CR) im deutschsprachigen Raum. Befragungs-Zielgruppe sind CR-Verantwortliche und erfahrene Unternehmer in Unternehmen verschiedener Größen und Branchen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die in persönlichen Interviews zur konkreten Umsetzung von CR in ihren Unternehmen befragt werden.

Die in 2010 erstmals veröffentlichte Studie „Unternehmerische Verantwortung in der Praxis 2010“ zählt mit über 175 persönlichen Interviews von CR-Verantwortlichen aus DAX, MDAX, TecDAX, ATX (AT), SMI (CH) sowie den 250 größten Familienunternehmen Deutschlands zu den bisher umfangreichsten empirischen CR-Analysen im deutschsprachigen Raum.